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Fremde

Gestern haben sich eine Frau und ein Mann im Zugabteil vor mir unterhalten. Ich hab mitgehört wie sich die Frau bei dem Mann darüber beschwerte, dass so viele Ausländer in den Bergrestaurants als Servicekraft arbeiten. Sie war regelrecht empört. Anscheinend war sie der Ansicht, dass der Service unzufriedenstellend sei. Worauf der Mann entgegnete, dass er in Österreich eine Top Bedienung erfahren habe.

So wie ich es verstanden habe, wünscht sich die Frau eine Schweizer Bedienung damit sie sich beim Aufenthalt in den Schweizer Bergen auch „schweizerisch und zuhause fühlt.“

Am liebsten hätte ich zu ihr gesagt, dass sie doch als Servicekraft arbeiten gehen soll. Dass man oft den Ausländern die Schuld gibt, stinkt mir.

1. ist ein guter Service nicht davon abhängig aus welchem Land derjenige kommt, der mich bedient. Und 2. ist keiner für das Schweizer Heimatgefühl eines anderen verantwortlich.
Kann diese Frau sich nur wohlfühlen wenn sie von lauter Schweizern in der Bergidylle umgeben ist? Zählt in den Bergen nicht der Naturgedanke?

Zuhause ist man, wo sein Herz ist, sagt man ja so schön. Und so wie die Frau geurteilt hat, sehe ich kein Herz sondern eine verbitterte Frau, die eine Vorstellung von Heimat hat, die es so nicht gibt.